..manchmal frag ich mich, wieviel ein Mensch aushalten kann…

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…wieviel Krieg, Schmerz, Schicksalschläge, Abneigung, Hass, Diskriminierung, Abgrenzung, Unterdrückung, Ausbeutung… wieviel kann so eine Menschenseele tragen. Wieviel Druck kann ein Menschenverstand verarbeiten. Wieviel Kraft kann ein Menschenkörper aufbringen…

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…wann hat ein Mensch den Wunsch, aufzugeben? Sich hinlegen und alles laufen lassen? 3 Sachen packen und einfach davon laufen?

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Heute will ich in mein Schneckenhaus zurück. Klein, dunkel, leise, meins. Da passt kein Gedanke mehr rein. Kein flüstern von außen. Keine Schritte…nur ich. Zusammengerollt, sicher und klar….

 

Danke Kerstin für die Fotos. Die sind einfach mega…

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Earthlings

Earthlings… schönes Wort. Woran müsst ihr denken, wenn ihr es ließt? An Menschen?

Hmmm…ich denke an die Wassertiere, die in den süßen und salzigen Gewässern schwimmen, ich denke an die wilden Tiere die den Regenwald, die Tundra, den europäischen Wald, die Savanne, die Wüsten, die Eisflächen bewohnen. Die Tiere, die sich die Kreatur Mensch zu den leibeigenen gemacht hat. Die Haus- und Hoftiere, die vermutlich nicht mehr wissen, wie wild die eigentlich sind. Die für unseren Wohl gezüchtet und gehalten werden. Ich denke an die Insekten, die uns das Leben auf dem Planeten erlauben.

Wie oft denkt ihr an die kleinsten, mit denen wir die Erde teilen? Denen wir die Lebensräume klauen und zerstören, weil die Species MENSCH unaufhaltsam expandieren muss? Deren Leben zu Qual wird, weil der Mensch sich an die Spitze der Nahrungskette gesetzt und anscheinend auch das Recht auf alles Leben auf der Erde beansprucht hat?

Ich habe mich für die schwachen entschieden.

„Tiere jedoch an die Schlachtbank zu führen und zu kochen, indem man sich mit Leichen besudelt, nicht um der Ernährung oder Sättigung willen, sondern indem man Lust und Schlemmerei sich zum Ziele setzt, ist über die Maßen gesetzlos und furchtbar.“ (Plutarch, antiker griechischer Schriftsteller, um 45 – um 125)

Ich möchte mein Teil dazu beitragen und ich entscheide für mich, für mein ruhiges Gewissen, mein großes Herz – ich esse kein Tier mehr. Ich möchte wieder mehr in die Natur und mit den Tieren leben. Nicht die Tiere für mein Wohl ausnutzen…

„Jeder Baum, jede Hecke ist ein Strauß von Blumen, und man möchte zum Maienkäfer werden, um in dem Meer von Wohlgerüchen herumschweben und alle seine Nahrung darin finden zu können.“ (Johan Wolfgang von Goethe)

 

 

 

Danke Helen für die tollen Fotos 

 

 

Inked

Ich liebe Tattoos. Ich habe die wunderbaren Werke schon immer geliebt und bewundert. Ungefähr seit dem ich selbstständig denken kann. Dass sind Statements, Geschichten, Wünsche oder einfach schöne Bilder, die für immer mit in die Welt getragen werden. Bunte Menschen waren früher die Rebellen, die sich gegen die Gesellschaft gestellt haben (abgesehen von den Seemännern)

Lange Zeit könnte ich mich nicht tätöwieren lassen – das Leben hat das eben nicht ermöglicht – was vielleicht auch gut ist, weil ich Heute mit vielen anarchistischen Zeichen, Tribals und Drachen herumlaufen würde *lach* Mittlerweile aber kann ich mir nach und nach meinen Traum erlauben und bin gerade dabei, meinen Körper zu verschönern. Meine Freude ist groß, meine Ideen grenzenlos und ich kann jedes mal kaum abwarten, mir ein neues Tattoo stehen lassen zu können. Je älter ich werde, um so schöner wird mein Ebenbild im Spiegel. Der Wünschkörper ist eben der tätöwierte Körper.

Ich hab 2 wunderbare Tattookünstler an meiner Seite, die meine Wünsche jedes mal perfekt zeichnen und unter die Haut bringen.

  1. Moritz Konstantin, der in Kartell in Frankfurt anzutreffen ist und mit dem ich zusätzlich auch den Musikgeschmack teile.
  2. Claretta Portulano, eine hübsche Italienerin aus dem aschaffenburger Studio ColumbiArt Tattoo+Kunst.

Danke euch, meine lieben, ihr seid die besten.

Zusätzlich habe ich mein Brustbeintattoo bei der lieben Alessa gemacht, die ebenfalls in Kartell arbeitet. Tolle Künstlerin!

Bei meinem letzten Besuch bei Moritz war eine befreundete Fotografin, die Christina Wieck ( ihr hab sie in früherem Blogeintrag kennengelernt ) dabei, die eine Art Reportage über das tätöwieren machen wollte. Es war etwas ungewöhnlich für mich, den besonderen Moment und den Schmerz mit jemand anders ausser dem Tätöwierer zu teilen, aber die Bilder sind authentisch geworden und zeigen die Entstehung eines neuen Bildes, das gleichzeitig meine Lebensgeschichte ist – eine Punkerin.

Ich höre jetzt auf mit schreiben und lasse die Fotos sprechen:

 

Monochrome me

Ich liebe monochrome Bilder. Die bringen die wichtigsten Stellen auf den Punkt. Der Betrachter wird nicht abgelenkt von den Farben, den Fluchtpunkten, die das Auge täuschen. Licht und Schatten dominieren und zeigen die ganze Wahrheit.

So auch die Fotos von Jürgen Jörges. Unser Shooting war eine sehr spontane Aktion, ohne Vorbereitung. Wir haben uns einfach am Osthafen getroffen und losgelegt. Mein absolutes Lieblingsbild und eins meiner Favoriten aus dem Jahr 2016 ist das hier:

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Der Jürgen hat was besonderes in den Fotos eingefangen, die weiche, reife Seite von mir, die selten ans Licht kommt, weil ich eher verrückt und flippig bin *haha*

Was punkiges musste ebenfalls her

Und ein bisschen was mit der Stacheldrahtkette

 

Wir haben aber auch was verrücktes gemacht 😀

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Das war der Lacher schlecht hin. Man kann doch nicht zu lange ernst bleiben – in jedem von uns schlümmert ein Kind und will hin und wieder rausgelassen werden 😀

Danke Jürgen, es war mir ein Fest und ich hoffe, dass wir uns bald wieder sehen 🙂

 

 

 

 

 

Rock’n’love

„Hey Phil, was hältst Du von einem Pärchenshooting?“

Ja. Der Phil fand es gut. Wir also in die Schale geworfen (ausgerechnet an diesem Tag wollte mein Pony GARNICHT so, wie ich es wollte und ich wurde schon ganz schön sauer haha), zwei Outfits rausgesucht, Babysitter mit eingepackt und losgedüst.

Bei Phil angekommen hab ich erst festgestellt, dass ich mein Kleid schön Zuhause hängen lassen habe *grml* Chaosbraut. Na gut. Man muss jeder Lage was gutes abgewinnen. Wir werden es schaffen. Ab aufs Feld. Ich sage euch – es gibt nix besseres, als ein Fotograf in einer kurzen Hose und Gummistiefeln hihi

Ich habe im Feld gefüllte 100x meine Pumps verloren, die Regenwolken hingen so drohend über uns, aber…

Wir haben es gerockt.

Im Studio hat dann Stefan seine Premiere als Malemodel gehabt und am Ende haben wir noch bisschen Pärchenzeugs gemacht.

Es ist mir immer ein Vergnügen mit euch, Jungs :*

Malemodel: my only Love https://www.facebook.com/schroederder/?fref=ts

Fotograf: Phil Stev Photography

dunkle wolken

…und eines Tages fällst Du. Fällst und willst für alle Ewigkeit liegen bleiben. Willst dich unter der Decke verkriechen, so klein wie ein Atomteilchen, unsichtbar und unhörbar. Körperlos und schwerelos der Last entfliehen. Die Wolken werden immer dunkler…dein Herz rast, dein Atem stockt, Du willst plötzlich wegrennen, so schnell Du kannst, um am Ende irgendwo all den Druck mit Tränen wegfließen lassen…um dann der Stille Platz machen zu können…

Doch nach all den dunklen Wolken kommt die Sonne und die Luft duftet nach dem Regen so frisch und rein…

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Danke an die Sandra Limberg von Sollena Photography für das visualisieren meiner Seele ❤

everybody hurts

Man verliert niemals seine Stärke, 

man vergisst manchmal nur, dass man sie hat 

 

Raus, wo niemand ist, Augen zu, Ohren auf. Das flüßtern der Gräser, der Blätter, des Windes. Nur die eigenen Schritte stören die Ruhe. Sonne scheint, wärmt das Gesicht, streichelt weich über die Wangen. Alles vergessen, nix negatives fühlen, Gedanken vertreiben, sich fallen lassen und die Kraft wieder finden.

Einsam sein ist manchmal notwendig. Man kann mit sich selbst sprechen, ohne als verrückt erklärt zu werden. Man kann schreien, weinen und lachen. Haare raufen, sich selbst umarmen oder auf die Erde fallen lassen. Zurück zum Ursprung.

               Jeder von uns weint und jeder von uns leidet manchmal 

 

Und manchmal ist es auch finster, die Gedanken umsingeln einen, lassen nicht los, schweben herum und werden immer dunkler… schneide die ab und lass die fliegen…

Danke Willi Schwanke